• 19. Historiker-Stammtisch:

Wir laden ein zum 19. Historiker-Stammtisch am 4. März 2026 um 18.30 Uhr in das Rathaus der Stadt. Als Thema haben wir uns die Verwaltung, Regulierung und soziale Seite des Armenwesens in unserem Gemeinwesen ausgesucht. Wie wurde mit Menschen in Not umgegangen, welche Rechte und Pflichten standen vor Kommune und Betroffenen, wie konnte was finanziert werden, wie stand es um Wohnrecht, gab es Armenhäuser u.a.m.

Ein Kapitel der Geschichte, dass bisher kaum bzw. gar nicht behandelt wurde.

Friederike Wittwer hat wieder in mühevoller Arbeit entsprechendes Aktenstudium betrieben und wird nun hier ihre Erkenntnisse weitergeben. Seien Sie gespannt. Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch.

18. Historiker Stammtisch am 19.11.2025

  1. Historikerstammtisch

50 Teilnehmer folgten unserer Einladung am 19.11. 25. Dr. Volker Dudeck hielt Vortrag zur Frühzeit unserer Oberlausitz mit dem Thema: „Neuland unter Schwert, Axt und Pflug“.

Seine fundierten und tiefen Kenntnisse verstand er in seiner interessanten und lockeren Vortragsweise den Anwesenden nahezubringen. Eine gelungene Veranstaltung.

 

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17. Historikerstammtisch am 24. September 2025

  • Nachtrag zum 17. Historikerstammtisch:

Etwa 30 geschichtsinteressierte Gäste fanden sich am 24. September ein.

Das Ende des 2. Weltkrieges in unserer unmittelbaren Heimatregion, wurde zum Thema der Veranstaltung. Dr. Roland Ander hat in jahrelanger akribischer Arbeit Erlebnisberichte von unterschiedlichen Menschen aus einem weiten Umfeld gesammelt. Aus dem Manuskript seines neuen Buches unter dem Titel „Kriegsende 1945“ wurden  mit dem Schwerpunkt verschiedener Erlebnisberichte Neusalza-Spremberger Bürger, Fakten, Situationen und Schicksale wiedergegeben. Ein Beispiel dazu  soll hier wiedergegeben werden:

- Bericht von Günther Petroschke, Jahrgang 1932, Zittauer Straße:

Wir wohnten im Gut oberhalb vom Reiterhaus. Mit 13 Jahren musste ich mit Schanzen. Wir schaufelten Schützengräben nördlich der Schmiedesteine. Kurz vor der Kippe. Seit Anfang Februar zogen lange Flüchtlingstrecks die F 96 westwärts. Oft schaute ich vom Hang aus, ob Verwandte von Schlesien mitkämen. Es war an einem Tag im April, als ein langer Zug KZ-Häftlinge die Schlegen von Friedersdorf herunterliefen. Einige zogen und schoben Wagen. Ich stand mit Nachbarn etwas oberhalb vor Huber Richards Haus. Nur das Schlurfen der Schuhe und das Rollen der eisenbeschlagenen Räder der Wagen waren zu hören. Da fiel rechts in der Reihe ein Häftling um. Und gleich noch ein zweiter. Wir sahen das und auch, wie ein Uniformierter den einen mit dem Stiefel anstieß und ihn in den Straßengraben rollte. Dort erschoss er ihn. Dann noch den zweiten. Ihre Häftlingsnummern P85679 und P85696. Die anderen zogen dran vorbei. Die Schüsse aus 30 Meter Entfernung jagten mir Angst ein. Heulend rannte ich nach Hause. Am 7. Mai flüchteten wir in den Wald hinter der Flachsröste. Nachmittags am 8. Mai kehrten wir zurück ins Oberdorf. Ich mit Vaters bepacktem Fahrrad. Ein Pole nahm es mir weg, packte Hab und Gut herunter und überreichte mir sein Fahrrad. Das war ein älteres, das keine Luft mehr hielt. Neugierig schaute ich beim Abbau der Panzersperre zu….

 

 

Der Vortrag wurde mit großem Interesse verfolgt. Am Ende der Veranstaltung trugen Frau Ulrike Hanel und Herr Wieland Schäfer mit sehr persönlichen Erlebnisberichten aus ihren Erinnerungen zu einem gelungenen Abschluss des Vortrages bei.

 

Text: Günter Hensel,

Interessengemeinschaft Ortsgeschichte (IGO)